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Kloster Loccum – Predigerseminar
Neubau der Bibliothek
(Wettbewerb)

Standort:
Rehburg-Loccum, Niedersachsen
Ausloberin:
Ev.-luth. Landeskirche Hannovers
Jahr:
2016
Verfahrensart:
nichtoffener Realisierungswettbewerb
Freiraum:
LohausCarl Landschaftsarchitektur, Hannover

Die Erweiterung für die Bibliothek nimmt präzise Bezug auf das Profil des Prendel-Baus. – Das neue Gebäude wird so auf eine archetypische Grundform geführt, auf den Typus des gestreckten Hauses mit Satteldach. Fassade und Dach werden gleichermaßen mit regionalem Sandstein bekleidet, unter Bezugnahme auf die steingedeckten Dächer von Kirche und Scheune. Die Abstraktion im Material kennzeichnet das Gebäude als zeitgenössischen Eingriff.

Die Erschließung führt aus Priors Garten stufenlos über eine flache Rampe in den Bibliotheksneubau, (darüber zum Kalefaktorium / Refektorium und in den Kreuzgang).

Im Erdgeschoss ist ein zentraler Tresen für Information und Verbuchung geplant und damit Garderobe und Sanitäranlagen, zudem ist hier vornehmlich die Freihandbibliothek vorgesehen.

Ein Treppenhaus mit Aufzug dient an der Nahtstelle zum Slaphus für die stufenlose Anbindung und Anlieferung; der erforderliche 2. Rettungsweg am Südgiebel unterstützt die bibliotheksinterne Verbindung der 3 Ebenen.

Im Obergeschoss des Neubaus ist das Magazin 1, im Dachgeschoss das Magazin 2 vorgesehen, damit steigt der Wert der aufzubewahrenden Buchbestände (mit den raumklimatischen Konditionen) etagenweise, demgegenüber nimmt die Besucherfrequenz von unten nach oben hin ab.

Natursteinboden im EG, geschliffener Sichtestrich im OG und DG prägen die Raumzonen, rahmenlose Ganzglasanlagen trennen und verbinden über den Luftraum die Magazinbereiche;

Türanlagen, Einbauten und zeitgemäßes Mobiliar werden in gewachstem Naturholz vorgeschlagen, indirektes Licht unterstützt die räumliche Präsenz, direktes Licht die Arbeitsfunktionen.

Die Klosterbibliothek als Wissensspeicher steht im Dialog mit dem hochrangigen Baudenkmal der Klosteranlage und gewinnt in der monolithischen Erscheinung und Alterungsfähigkeit als Steinhaus einen einprägsamen Ausdruck.

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