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Bürgerbegegnungsstätte Jembke
Neubau (Wettbewerb | Anerkennung)

Standort:
Jembke, Niedersachsen
Ausloberin:
Gemeinde Jembke
Jahr:
2024
Verfahrensart:
nichtoffener Architektenwettbewerb | Anerkennung
Freiraum:
Lohaus Carl Köhlmos Landschaftsarchitekten Stadtplaner

In prominenter Lage in der Ortsmitte wird für die neue Bürgerbegegnungsstätte ein gewinkelter Baukörper vorgeschlagen, der dem angrenzenden Schützenplatz zusammen mit dem Bauhof eine neue Kante und damit einen baulichen Halt bietet, gleichzeitig jedoch durch eine einladende Geste auch die benachbarte Kita und die Feuerwehr in den städtebaulichen Dialog/Kontext einbezieht. Der so entstehende Vorplatz eröffnet schon im Freien den Begegnungsraum und kann bei stattfindenden Festen als Erweiterung des Festplatz-Kopfes verstanden werden.

Der Baukörper stellt sich als zweigeschossiger, gewinkelter Riegel dar, der die zum Garten ausgerichteten und überhöhten Säle fasst.

Der Eingang zur Bürgerbegegnungsstätte befindet sich zentral im Winkel des Baukörpers und öffnet sich mit einem Unterschnitt als Wetterschutz sowohl zum Vorplatz, der für die fußläufige Erschließung maßgeblich ist, als auch zur Hauptansicht zum Schützenplatz und der Hoitlinger Straße.

Über das zentrale Foyer werden die verschiedenen Nutzungsbereiche übersichtlich erschlossen. Es dient dabei nicht nur der reinen Erschließung, sondern auch als Begegnungs- und Aufenthaltsraum und funktioniert durch den Thekenbereich besonders bei Veranstaltungen als Empfang für den großen Saal.

Der für 199 Personen ausgelegte Saal zeichnet sich durch die große Fensterfront zum ruhigen Garten aus und ist durch die zwei getrennt voneinander funktionierenden Eingänge und das beidseitig betretbare Stuhllager problemlos teilbar. Für die Nutzung zum Luftgewehr-Schießen können beide Eingangsbereiche durch Schiebeelemente flächeneben verschlossen werden.

Das angrenzende Schützenheim profitiert von kurzen Wegen zum Saal und zu den gemeinschaftlich genutzten Räumen, wie den Sanitärbereichen und der Küche, die unmittelbar an das Foyer angegliedert sind. Der Zugang zum Schützenbereich mit KK-Schießstand und Waffenkammer befindet sich an der westlichen Kopfseite des Foyers. Vom Schützenheim führt ein direkter Zugang in das Trockenlager der Gemeinschaftsküche.

Die im Erdgeschoss verortete Tagespflege erhält einen vom Foyer zugänglichen Eingangsbereich mit Garderobe, von dem der große Wohn- und Speisesaal mit offenem Küchenbereich als Hauptaufenthaltsraum betreten wird, und darüber einen direkten Gartenzugang ermöglicht.

Das Büro der Leitung liegt unmittelbar am Eingangsbereich mit direktem Sichtkontakt. Die Ruheräume, der Multifunktionsraum und die Sanitärräume sind an einem umlaufenden Flur angegliedert. Die nach Norden zum Schützenplatz orientierten Ruheräume werden durch eine perforierte Fassade vor Einblicken und Lärm geschützt.

Durch eine interne Treppe im Wohn- und Speisesaal, mit angrenzend liegendem Lagerraum für Putzmittel, kann der Personalbereich der Tagespflege im Obergeschoss auf kurzem Weg erreicht werden.

Die drei getrennten Nutzungseinheiten im OG werden über die zentrale Treppe und den Aufzug im Foyer erschlossen, eine großzügige Flurzone dient als verbindender Warte- und Aufenthaltsbereich.

Für die Technik ist ein Hausanschlussraum im EG angeordnet, der mit einer in das Volumen des Saales eingefügt Zwischenebene, verbunden ist. Diese bietet Platz für die Aufstellung von Batteriespeicher und Lüftungstechnik.

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