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Standort:
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Hannover, Niedersachsen
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Bauherr:
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Café am Kröpcke Betriebsgesellschaft mbH & Co.KG
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Fertigstellung:
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1997 in Architekten Pax und Hadamczik
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Leistungsphasen:
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2 – 8
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Verfahrensart:
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eingeladener Realisierungswettbewerb | 1. Preis
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Fotos:
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Raimund Zakowski, Hannover
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Die Baukörperfigur ist auf die stadträumliche Geometrie ebenso wie auf die Geometrie des ‚Café am Kröpcke‘ bezogen. Über diese Bezüge hinaus wurde versucht, eine dem Ort wie dem Inhalt angemessene Selbständigkeit zu entwickeln. Die Thematisierung einer Erweiterung des ‚Café am Kröpcke‘ zu einem EXPO-Café wird hier folgendermaßen verstanden: ein hochgesetzter, transparenter Glasschirm in der Flucht der Ständehausstraße ist das Fenster der EXPO in der Stadt, gleichzeitig aber auch Fassade, Darstellung und Raumbildung. In Folge des Wandschirmes markieren Stelen als Lichtobjekte und Informationsträger die lineare Fortsetzung.
Das EXPO-Café wird als hoher, verglaster Raum und als Fortsetzung des Cafégartens verstanden – Innen und Außen gehen ineinander über, bis in das Obergeschoß hinein. Die großzügige Treppenführung macht diesen Raumeindruck erfahrbar. Im Erdgeschoss bestimmen die Bar und der EXPO-Info Shop das Geschehen. Im Veranstaltungsbereich im Obergeschoß wird von der EXPO-Gesellschaft ein vielseitiges Programm in Form von Ausstellungen, Lesungen, Partys etc. angeboten. Die ‚Unterwelt‘ des Warenlieferverkehrs mit Rampen-, Lüftungs- und Fluchtweg-Bauwerk bildet den Sockel, auf dem das EXPO-Café sitzt (schwarzer Granit mit Licht-Fugen zur Stadt – die Rampenausfahrt wird respektiert, ihre Existenz gerät aber in der Konzeption in den Hintergrund).
Als eigenständige und prägende Ansichtsfläche ist das aus schwarzen Emailelementen bestehende dreieckige, aufgesetzte und unterlüftete Dach zu verstehen – neben der formalen Funktion dient es im Sommer als Sonnenschutz durch Ventilation.